getwater - unser Ansatz

Projektdesign 

Das Projekt wird von dem österreichischen Verein gewater initiiert und betreut (Projektdesign, Train-the-Trainer (ToT) Schulungen, Projektmonitoring, -reporting und Impactmessung) und von lokalen  NGOs wie Get Water Uganda in Afrika, vor Ort implementiert. Die Umsetzung der Projekte erfolgt in drei Phasen: (1) Vorbereitungsphase (3 Monate), (2) Schulungsphase (12 Monate), (3) Evaluierungsphase und Wirkungsmessung (3 Monate).

Die erste Phase (Vorbereitungsphase - 3 Monate) besteht darin, das Projekt in die lokale Gemeinschaft zu integrieren und Interessengruppen auf verschiedenen Ebenen und mit unterschiedlichem Fachwissen zu konsultieren, um das Design und die Wirkung des Projekts zu verbessern. Die Hauptaktivität ist die Local Stakeholders Consultation (LSC), bei der Experten, Entscheidungsträger und Begünstigte zu einer eingehenden Projektpräsentation und Diskussion über mögliche positive und negative Auswirkungen eingeladen werden. Der Konsultationsprozess besteht aus mindestens zwei Runden: (1) physisches Treffen, (2) Stakeholder-Feedback-Runde, in der Fragen behandelt werden, die bei physischen Treffen aufgeworfen wurden. Weitere Aktivitäten dieser Phase sind: Identifizierung der Haushalte und Durchführung der Basisstudie. Die Hauptkriterien für die Auswahl der Haushalte basieren auf der Wassersituation, Demografie und wirtschaftlicher Situation usw.

Die zweite Phase (Schulungsphase – 12 Monate) konzentriert sich auf die Einführung einer neuen Technologie und eines neuen Wasserdesinfektionsprozesses in den ländlichen Gemeinden, die Sensibilisierung für die Bedeutung des Handwaschens für die COVID-19-Prävention und Schulung von Haushalten bei der Herstellung von Tippy-Taps zum Händewaschen und die Förderung des Wissenstransfers zwischen den beteiligten Partnern und den Einzelpersonen in den Gemeinden. Die Aktivitäten basieren auf zwei Zyklen des Wissensaustauschs: (1) zwischen Get Water Österreich und dem lokalen Implementierungspartner und (2) den lokalen Gemeinschaften. Gemeinsam mit unseren lokalen Partnern werden lokale Schulungsmaterialien für die Haushalte erstellt. Anschließend folgen die Verteilung von WADI und Flaschen für die Haushalte, begleitet von mehreren Schulungen zur Anwendung der solaren Wasserdesinfektion (SODIS) mit WADI sowie Schulungen zu Hygienemaßnahmen und Covid-19 Präventionsmaßnahmen, Umgang mit Wasser am Einsatzort, Abfallwirtschaft und Umweltschutz. Diese Schulungen finden auf Gemeinde-/Dorfebene und Haushaltsebene statt. Die Schulungs- und Sensibilisierungsaktivitäten werden durch die Zusammenarbeit mit Fokusgruppen (Frauen, Landwirte usw.) in der Gemeinde und die Einrichtung von WADI- Benutzergruppen unterstützt. Diese Gruppen bieten Raum für den Erfahrungsaustausch und die Beantwortung offener Fragen (Wissenszentren), die Vernetzung der Begünstigten und die Möglichkeit, die Gemeinschaft zu entwickeln.

Die dritte Phase (Evaluierung und Impactmessung – 3 Monate) der Intervention konzentriert sich auf das Projektmonitoring und fortgesetzte Unterstützung der Begünstigten, wobei die Interessengruppen für die Bewertung der Wirkung (Impact) einbezogen werden. Die Wirkungsmessung erfolgt im Rahmen einer Befragung der Begünstigten mittels Fragebogen. Die Ergebnisse werden ausgewertet und publiziert.

Die Projektstruktur in drei Phasen gewährleistet ein partizipatives und anpassungsfähiges Projektdesign, das das Feedback und die Anliegen der Stakeholder aller Ebenen berücksichtigt. Das Projekt soll die Kapazitäten der lokalen Gemeinschaften zur Bewirtschaftung der lokalen Wasserquellen angesichts von Klimaveränderungen und Stressfaktoren verbessern, Verhaltensänderungen durch langfristige Interventionen auslösen und zum Umweltschutz beitragen.